Hintergrund
Tierrecht
Tierschutz im Testament
Revision Tierschutzverordnung
(TSchV)
Bild Hund
Der Tierschutzverein der Stadt St.Gallen und Umgebung kümmert sich um herrenlose und verstossene Tiere. Wir sorgen für diese Tiere, indem wir sie
an Plätze vermitteln, wo sie sich wohlfühlen und ihr Leben geniessen können. Damit erfüllen wir eine öffentliche Aufgabe, für die wir nicht subventioniert werden. Zur Erfüllung dieser Augabe sind wir auf ihre Hilfe angewiesen.
Sie können uns dabei auch über den Tod hinaus unterstützen, wenn Sie den Tierschutzverein in Ihrem Testament berücksichtigen.

Die einfachste Form einer Verfügung  von Todes wegen ist das eigenhändige Testament. Dabei müssen folgende Vorschriften beachtet werden:

Das Testament muss von Anfang bis zum Ende von  Hand geschieben sein. In der Formulierung sind Sie frei. Sie können zum Beispiel fest-
legen: «Der Tierschutzverein der Stadt St.Gallen und Umgebung soll ... erhalten».


Im Testament muss ausdrücklich stehen, wo und wann es verfasst
wurde z.B. St.Gallen den 10. November 2006) und es muss von Hand unterschrieben sein.


Sie können das eigenhändige Testament jederzeit durch eine neue letztwillige Verfügung ersetzen oder - unter Berücksichtigung der erwähnten Formvorschriften - abändern.


Sie können Ihre Zuwendung mit einer Zweckbestimmung wie z.B. «für Er-
haltung und Ausbau des Tierheims für herrenlose und ausgesetzte Katzen»
sowie mit Bedingungen oder Auflagen (z.B. Betreuung der eigenen Haus-
tiere) versehen.



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Damit das Testament nach Ihrem Tod auch verwirklicht wird, sollten Sie es
so hinterlegen, dass es nicht vergessen wird oder einer Person übergeben, welche Ihr besonderes Vertrauen geniesst. Sie können diese Person auch
zu Ihrem Willensvollstrecker einsetzen. Im Kanton St.Gallen sind die Amts-
notariate verpflichtet, Ihr Testament engegen zu nehmen - wenn Sie es wol-
len, in einem verschlossenen Umschlag - und es nach Ihrem Tod zu öffnen
und durchzusetzen.

Der Tierschutzverein der Stadt St.Gallen und Umgebung ist als gemein-
nützige Institution von der Erb schaftssteuer befreit. Ihre Zuwendung kommt
also voll umfäglich Ihrer tierschützerischen Zielsetzung zu Gute, ohne dass
sich der Fiskus zunächst eine «Scheibe davon abschneidet».

Weiter haben Sie die Möglichkeit, in Leidzirkularen den Tierschutzverein zu begünstigen, indem Sie bestimmen, dass in der Todesanzeige zu vermer-
ken ist:

«Statt Blumenspenden gedenke man dem Tierschutzverein der
Stadt St.Gallen und Umgebung, PC 90 - 10508-0».


Kostenlose Beratung bietet das Amtnotariat.

Im Namen unserer Schützlinge bedanken wir uns für Ihr Vertrauen und Ihre grosszügige Unterstützung.







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Wichtigste Neuerungen der am
1. Januar 2014 in Kraft getretenen Verordnung:

Das BVET wird zum BLV
Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) schliesst sich per 1. Januar 2014 mit der Abteilung Lebensmittelsicherheit des Bundesamtes für Gesundheit zusammen und heisst künftig Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, abgekürzt BLV.

Hunde
Das Verbot der Einzelhaltung in Zwingern wurde gelockert: Künftig genügt es, wenn die Hunde Sicht-, Hör- und Geruchkontakt zu einem anderen Hund
in einem angrenzenden Gehege haben. Auf diesen Kontakt kann sogar ver-
zichtet werden bei Aufenthalten von maximal drei Monaten oder wenn die
Hunde tagsüber während mindestens fünf Stunden ausserhalb des Geheges Kontakt mit Menschen oder mit anderen Hunden haben (Art. 70).

Für Hunde, die tagsüber in Gruppenaussenhaltung mit Rückzugsmöglich-
keiten gehalten werden und nur zum Ruhen und Schlafen in Einzelboxen ver-
bracht werden, gelten neu folgende minimale
Boxenflächen: bis 20 kg: 2,2 m2; 20-45 kg: 4,3 m2; über 45kg: 5 m2.

Neu werden nicht nur Stachelhalsbänder sondern alle Halsbänder oder Führungshilfen, welche nach innen gerichtete Elemente aufweisen oder geeignet sind, durch mechanische Einwirkungen Schmerzen zu erzeugen, verboten (Art. 73).




                                                                                       
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Für Tierheime werden die Mindestflächen für Boxen gesenkt.

Die genauen Masse sind aber noch nicht bekannt. Sie sollen in der geplanten Verordnung über die gewerbsmässige Heimtierhaltung definiert werden. Gemäss bisherigen Aussagen des BLV sollen die Masse auf die Werte der Tierschutzverordnung 1981 gesenkt werden. Diese neuen Werte werden
jedoch nur für Tierheime gelten und nur für Aufenthalte von maximal drei Wochen oder für Hunde, die tagsüber in Gruppen in einem grossen Aussen-
gehege gehalten werden (Art. 72)!

Katzen
Die bisherige Vorschrift, wonach Katzen, die in Gehegen gehalten werden,
sich auch ausserhalb des Geheges bewegen können müssen, wurde auf Katzen eingeschränkt, die einzeln in Gehegen gehalten werden.

Pferde
Bei Pferden ist künftig sowohl das Barren als auch die Rollkur verboten
(Art. 21 lit. g und h). Das Stacheldrahtverbot für Pferdeweiden wurde etwas aufgeweicht: Künftig können Kantone für weitläufige Weiden, die über eine zusätzliche Begrenzung verfügen, befristete Ausnahmebewilligungen zur Verwendung von Stacheldraht erteilen (Art. 63).

Für das Betreiben eines Tierheimes ist neu eine Bewilligung erforderlich
(bisher bestand eine Meldepflicht). Davon ausgenommen sind Tierheime mit max. fünf Pflegeplätzen (Art. 101).
Tierheime, die am 1. Januar 2014 bereits gemeldet sind, benötigen die Bewilligung erst ab dem 1. Januar 2017 (Art. 225a).

                                           


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